Spezial-Seminar für Kliniken & Pflege

Ausbildung zum Evakuierungshelfer

Wenn Patienten nicht laufen können, wird ein Brand zur ultimativen Belastungsprobe. Wir trainieren mit Ihrem Pflegepersonal die schnelle, strukturierte Rettung von immobilen Menschen – direkt bei Ihnen auf Station, absolut realitätsnah und als Inhouse-Seminar.

Die bittere Realität im Gesundheitswesen

Alleine im Jahr 2024 gab es 114 verzeichnete Brände in deutschen Krankenhäusern – in Alten- und Pflegeheimen sind die Zahlen noch höher. Die häufigsten Ursachen: technische Defekte an medizinischen Geräten, Patientenverhalten oder Brandstiftung.

Die Herausforderung: Während in einem normalen Büro der Brandschutzhelfer (gemäß ASR A2.2) die Kollegen einfach auf den Sammelplatz schickt, scheitert dieses Konzept im Pflegebereich komplett. Patienten sind bettlägerig, dement oder an Maschinen angeschlossen. Jeder Handgriff des Personals muss blind sitzen!

Praxis pur: Räumung unter Stress

Wir schulen nicht trocken im Seminarraum. Wir nutzen ungenutzte Zimmer oder Stationen in Ihrer Einrichtung, um den Ernstfall so realitätsnah wie möglich zu trainieren.

  • Patiententransfer & Hilfsmittel: Wie bekomme ich eine bettlägerige Person rückenschonend aus dem Bett? Praktisches Training mit Rollstühlen, Tragetüchern und Evakuierungsmatten.
  • Horizontale Evakuierung: Müssen alle sofort das Gebäude verlassen? Nein! Wir üben die schnelle Verlagerung von Patienten in den nächsten sicheren Brandabschnitt.
  • Systematik & Kennzeichnung: Wir trainieren die lückenlose Zimmerkontrolle. Wie mache ich geprüfte, leere Räume für die anrückende Feuerwehr zweifelsfrei kenntlich (z.B. Kissen vor die Tür)?
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Fluchtwege müssen funktionieren: Partner Brandschutz K&K

Das beste Evakuierungstraining ist nutzlos, wenn im Ernstfall die Brandschutztür klemmt oder die Fluchtwegbeleuchtung ausgefallen ist.

Ihre Sicherheit aus einer Hand: novaura trainiert Ihr Personal. Unser Partner, der Fachbetrieb Brandschutz K&K, kümmert sich auf Wunsch um die technische Seite Ihrer Klinik. Von der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung der Brandschutztüren und Feststellanlagen über die Sicherheitsbeleuchtung bis hin zur Feuerlöscher-Wartung. Geballte Expertise für den Gesundheitssektor!

Wir kommen in Ihre Einrichtung

Die Evakuierung von Stationen kann man nicht in einem fremden Seminarraum üben. Wir schulen ausschließlich Inhouse in Ihren Räumlichkeiten. Unser primäres Einzugsgebiet:

📍 Berlin 📍 Brandenburg 📍 Braunschweig 📍 Cottbus 📍 Dessau 📍 Dresden 📍 Frankfurt (Oder) 📍 Halle 📍 Hannover 📍 Leipzig 📍 Magdeburg 📍 Potsdam 🌍 Deutschlandweit auf Anfrage

10 Fragen zur Evakuierungs-Schulung

Spezielles Wissen für Kliniken, Pflegeheime und medizinische Einrichtungen.

1. Ist der Brandschutzhelfer nicht auch der Evakuierungshelfer?
In Standard-Büros übernehmen Brandschutzhelfer meist die Räumung in Personalunion. In speziellen Sonderbauten (Krankenhäuser, Pflegeheime) erfordert die Evakuierung bedürftiger Personen jedoch spezielles Fachwissen und Training, das über den normalen Brandschutzhelfer-Kurs deutlich hinausgeht.
2. Was bedeutet "horizontale Evakuierung"?
In Pflegeeinrichtungen werden Patienten bei Brandalarm oft nicht sofort nach draußen in die Kälte gebracht, sondern horizontal (auf gleicher Ebene) durch Brandschutztüren in den nächsten sicheren Brandabschnitt verlegt. Diesen schnellen Prozess trainieren wir intensiv.
3. Wie evakuiert man bettlägerige Menschen?
Wir üben mit Ihrem Personal den Umgang mit Hilfsmitteln wie Evakuierungsmatten oder Tragetüchern, um auch schwere, immobile Patienten zügig und rückenschonend aus der Gefahrenzone zu ziehen.
4. Löst die Nebelmaschine die Brandmeldeanlage (BMA) aus?
Für Übungen mit der Nebelmaschine müssen in dem betroffenen Abschnitt die Rauchmelder für den Zeitraum der Übung deaktiviert (in Revision geschaltet) werden, um Fehlalarme bei der Feuerwehr zu vermeiden. Wir beraten Sie hierzu vorab.
5. Wie markiert man Räume richtig?
Bei einer Räumung darf kein Raum vergessen werden. Wir zeigen Ihnen einfache, aber extrem effektive Methoden (wie z.B. das Klemmen eines Kissens vor die Zimmertür oder spezielle Türklinken-Schilder), damit die Feuerwehr sofort erkennt: Dieser Raum ist bereits leer.
6. Werden unsere eigenen Räumungskonzepte berücksichtigt?
Absolut. Wir spielen nicht "unser Programm" ab, sondern integrieren Ihre bestehende Brandschutzordnung und Ihre hauseigenen Alarmierungswege 1:1 in das Praxistraining.
7. Bieten Sie den Kurs auch an offenen Standorten an?
Nein. Die Besonderheiten von Pflegestationen und Fluchtwegen lassen sich nicht in einem Seminarzentrum üben. Wir bieten dieses Training ausschließlich als Inhouse-Seminar in Ihrer Einrichtung an.
8. Können auch demente Personen simuliert werden?
Ja, in den Rollenspielen bauen unsere Ausbilder bewusst Störfaktoren ein (z.B. "Patienten", die sich weigern, das Zimmer zu verlassen), um das Personal auf extreme Stresssituationen vorzubereiten.
9. Werden die Kosten über die BG abgerechnet?
Nein. Während reguläre Erste-Hilfe-Kurse oft über die BG-Abrechnung1 finanziert werden können, ist dieses spezialisierte Notfalltraining eine klassische Arbeitgeberleistung zur Sicherstellung des Arbeitsschutzes im Unternehmen.
10. Gibt es einen Nachweis über die Übung?
Ja. Die Einrichtung erhält von uns im Anschluss ein detailliertes Protokoll sowie Schulungszertifikate. Dies dient Ihnen als wichtiger Nachweis für Heimaufsicht, Gewerbeaufsicht und QM-Audits.
¹ Wichtiger Hinweis zur BG-Abrechnung:
Bitte beachten Sie, dass die Abrechnung über die Berufsgenossenschaft (BG) in der Regel nur zertifizierte Erste-Hilfe-Lehrgänge betrifft. Das Evakuierungstraining ist eine betriebliche Arbeitsschutzmaßnahme, deren Kosten dem Unternehmen in Rechnung gestellt werden.